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Verstehen des Verstehens des Glaubens

Cover von Verstehen des Verstehens des Glaubens

Eine kritische Untersuchung zur Konstellation von Glauben und Verstehen im Kontext der Hermeneutischen Theologie bei Ernst Fuchs, Gerhard Ebeling und Eberhard Jüngel, Hermeneutische Untersuchungen zur Theologie

Haug, Simon

Mohr Siebeck GmbH & Co. KG

180.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Die Hermeneutische Theologie des 20. Jahrhunderts versteht den Glauben als eine ausgezeichnete Weise des Verstehens. Ernst Fuchs, Gerhard Ebeling und Eberhard Jüngel knüpfen an Rudolf Bultmanns Programmformel von Glauben und Verstehen an und entfalten sie zu einer eigenständigen theologischen Konzeption. Die leitende These der Studie: Diese Konzeption vollzieht eine folgenreiche Operation, indem sie den Glauben mit dem Verstehen identifiziert. Das Verstehen avanciert zur normativen Leitkategorie und Vollzugsform theologischer Gottes-, Selbst- und Weltdeutung; seine operative Funktion bleibt dabei weitgehend unausgewiesen. Simon Haug unterzieht diese Identifikation einer systematischen kritischen Prüfung, problematisiert die enge Kopplung von Glauben und Verstehen und entwickelt eine entflechtende Differenzierung beider Vollzüge mit besonderer Fokussierung des Nichtverstehens. Er erschließt zunächst Heideggers existential-ontologische Verstehensanalytik als begriffliche Folie, rekonstruiert sodann die Konstellation von Glauben und Verstehen bei Fuchs, Ebeling und Jüngel und schließt mit einer kritischen Auswertung, in der Identifikation, soteriologische Überladung und unzureichende Reflexion des Verstehens des Verstehens problematisiert werden. Anschließend fragt der Autor eigens nach dem Verstehen des Verstehens: Er setzt mit der Hermeneutikkritik (Hörisch, Lévinas, Waldenfels) ein, zeichnet den Problembefund in exemplarischer Auseinandersetzung mit Emil Angehrns negativistischer Hermeneutik in aktuelle hermeneutische Diskurse ein und mündet in eine Kartographie des Verstehens, die Verstehen, Missverstehen und Nichtverstehen systematisch differenziert. Abschließend justiert er die Konstellation neu: Er markiert eine bleibende Differenz zwischen Glauben und Verstehen, eröffnet weiterführende Diskurshorizonte, bestimmt das Nichtverstehen als konstitutive Dimension des Verstehens wie des Glaubens und bricht damit die Kopplung von Glaube/Verstehen und Unglaube/Nichtverstehen auf.

Autorenportrait

Born 1994; studied Protestant Theology in Ewersbach and Heidelberg; 2025 doctorate (Dr. theol.) at Heidelberg University; 2025-26 Research Associate at FEST Heidelberg; since 2026 Pastor of the Free Evangelical Church in Dortmund.

Weitere Details

Erschienen: 30.09.2026

Umfang: 660 S.

Sprache: Deutsch

Einband: LN

ISBN/EAN: 9783162003232

Umbreit-Nr.: 1814302

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