Von formaler zu materialer Gleichheit
Vergleichende Perspektiven aus Geschichte, Kranz der Disziplinen und Theorie, Rechtsvergleichung und Rechtsvereinheitlichung 79
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Zusatztext
Der Gleichheitssatz bildet seit Aristoteles den Kern des Gerechtigkeitsdenkens. Zugleich fehlte ihm vor der Neuzeit noch das Element, das heute die dazugehörige Debatte prägt: die personale Gleichheit (Geschlecht, Ethnie, Religion, sexuelle Orientierung). Es blieb das: "Suum cuique" und das "Gleiches gleich, Ungleiches ungleich". Und Aristoteles öffnete mit dem Kriterium "Würdigkeit" einer zeitgebundenen Bewertung die Tore.Der Band vereinigt die großen Linien - historisch und multidisziplinär: die Anfänge personaler Gleichheit, den Umbruch zum positiven, universalen Gleichheitssatz in der französischen Revolution; die Materialisierung zentraler Elemente, etwa der unverbrüchlich gleichen Menschenwürde, aber auch, wie die Ökonomik mit Gleichheit geradezu "hadert", während Soziologie und Systemtheorie den Blick für ein überindividuelles, systemisches Gleichheitsdenken öffneten, bis hinein in eine digitalisierte Gegenwart.
Autorenportrait
Stefan Grundmann (Herausgegeben von) ist Inhaber des Lehrstuhls für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin. Jan Thiessen (Herausgegeben von) ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Juristische Zeitgeschichte und Wirtschaftsrechtsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Weitere Details
Erschienen: 06.12.2021
Umfang: 166 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783161611407
Umbreit-Nr.: 3044543
