Die Seele im Kosmos
Porphyrios, Über die Nymphengrotte in der Odyssee, Scripta Antiquitatis Posterioris ad Ethicam Religionemque pertinentia XXXII
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Zusatztext
Die Schrift De antro Nympharum ist die längste aus der Antike erhaltene allegorische Deutung einer Stelle aus den Dichtungen Homers. Der neuplatonische Philosoph Porphyrios (späteres 3. Jh. n. Chr.) nutzt die Beschreibung der auf der Insel Ithaka gelegenen Nymphengrotte aus dem 13. Buch der Odyssee für eine faszinierende Auslegung, die Einblicke in Strategien und Wirkungsabsichten einer jahrhundertealten Homerexegese gibt und neuplatonische Aneignungsweisen der literarischen Tradition beispielhaft vor Augen führt. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Unsterblichkeit der Seele und der Unterscheidung von wahrnehmbarer und intelligibler Welt, die in den Essays unter astronomisch-astrologischen, literaturwissenschaftlichen, philosophischen, religionswissenschaftlichen und rezeptionsgeschichtlichen Aspekten kontextualisiert und erörtert werden.
Autorenportrait
Manuel Baumbach (Herausgegeben von) Geboren 1970; 1990-95 Studium der Klassischen Philologie an den Universitäten Innsbruck, Heidelberg und Cambridge; 1997 Promotion; 2001-02 Junior Fellow am Center for Hellenic Studies (Harvard University); 2005 Habilitation; 2005-2009 Gastprofessur am Klassisch-Philologischen Seminar der Universität Zürich; seit 2009 Professor für Klassische Philologie mit dem Schwerpunkt Gräzistik an der Ruhr-Universität Bochum. Matthias Becker (Mit / Unter Mitarbeit von) Geboren 1982; 2011 Promotion (griechische Philologie); 2011-20 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Tübingen und Göttingen; 2017 Promotion (Ev. Theologie); 2019 Habilitation; Professor für Neutestamentliche Theologie an der Universität Heidelberg. Reinhold F. Glei (Mit / Unter Mitarbeit von) ist Ordentlicher Professor für Klassische Philologie (Latinistik) an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des anti ken und neulateinischen Epos (inklusive der Sekundär formen wie Parodie und Cento), der christlichen Islamrezeption, der Ubersetzungstheorie und der neulateinischen Literatur. Irmgard Männlein-Robert (Mit / Unter Mitarbeit von) Geboren 1970; Studium der Klassischen Philologie und der Germanistik; 2000 Promotion; 2005 Habilitation; seit 2006 ordentliche Professorin für Klassische Philologie (Gräzistik) an der Universität Tübingen. Christoph Riedweg (Mit / Unter Mitarbeit von) is professor of Old Testament and Early Judaism in Zürich. Benjamin Topp (Mit / Unter Mitarbeit von) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Romanistik und Latinistik (Latein/Neulatein) der Universität Osnabrück. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören insbesondere Astrologie und Astronomie der Antike und der frühen Neuzeit, der Neuplatonismus sowie die Rezeption der Antike in der Renaissance. In seiner Dissertation beschäftigt er sich mit den Disputationes adversus astrologos des italienischen Humanisten Giovanni Pico della Mirandola (Einleitung, Editition und Übersetzung der ersten vier Bücher).
Weitere Details
Erschienen: 21.01.2019
Umfang: XII, 188 S.
Sprache: Deutsch
Einband: LN
Format: 2 x 24 x 15.5 cm
ISBN/EAN: 9783161569333
Umbreit-Nr.: 6280721
