Depotenzierung der Souveränität
Religion und politische Ideologie bei Claude Lefort, Slavoj Zizek und Karl Barth, Religion in Philosophy and Theology
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Zusatztext
Der durch Hobbes geprägte Begriff der Souveränität erweist sich bis in unsere Gegenwart als entscheidend für Politik und Theologie. Nach Carl Schmitt impliziert er das Moment rechtsfreier und rechtssetzender Gewalt, die dem metaphysisch-theologischen Erbe der neuzeitlichen Moderne entspringt. Der gegenwärtige politische Diskurs begreift Souveränität dagegen nicht mehr als Erbin der Theologie, sondern als Produkt politischer Einbildungskraft des Menschen. Der Glaube an die Souveränität lebt von der Fiktion, absolute Macht könne real existieren und dauerhaft bestehen. Er stiftet politische Ideologien mit notwendig totalitären Zwecken. Rebekka A. Klein klärt im Verweis auf die Souveränitätskritik der Philosophen Claude Lefort und Slavoj Zizek sowie des Theologen Karl Barth, wie diese durchdrungen und entschärft werden. Die drei Autoren leiten eine Depotenzierung der Souveränitätsfigur durch die Stärkung ihrer subversiv-emanzipatorischen Potenziale ein und berufen sich als Quelle ihrer Ideologiekritik auf die Theologie. Diese Arbeit wurde mit dem Hanns-Lilje-Stiftungspreises Freiheit und Verantwortung 2019 ausgezeichnet.
Autorenportrait
2009 Dr. theol. in Protestant Theology at the University of Zurich; 2015 Habilitation; 2017-24 Professor of Systematic Theology at Ruhr-University Bochum; Professor of Systematic Theology with a focus on Ethics at Goethe University in Frankfurt am Main.
Weitere Details
Erschienen: 01.04.2016
Umfang: 319 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.8 x 23.3 x 15.7 cm
ISBN/EAN: 9783161543531
Umbreit-Nr.: 9087704
