Entflechtung im deutschen Kartellrecht
Wettbewerbspolitik, Verfassungsrecht, Wettbewerbsrecht, Tübinger Rechtswissenschaftliche Abhandlungen
Nettesheim, Martin/Thomas, Stefan
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Zusatztext
Wirtschaftlicher Machtgewinn ist nicht verboten. Mächtige Unternehmen wecken aber in der Politik Skepsis. Die Diskussion darüber, ob dem Bundeskartellamt die Befugnis eingeräumt werden soll, marktbeherrschende Unternehmen in Ausnahmefällen zu entflechten und so die Wettbewerbschancen kleinerer Konkurrenten zu fördern, ist alt. Die Studie wendet sich gegen derartige Pläne. Behördliche Entflechtungen greifen in den Wettbewerb ein und drohen, ihn insoweit zu einer "staatlichen Veranstaltung" zu machen. Der verfassungsrechtliche Eigentumsschutz steht Plänen entgegen, Unternehmen zur Verfügungsmasse der Wirtschaftspolitik zu machen. Zudem sind die volkswirtschaftlichen Folgen einer Entflechtung schwer kalkulierbar. Der Wettbewerb - und nicht behördliche Planung - sollte über Marktstruktur und Unternehmensgröße entscheiden.
Autorenportrait
Martin Nettesheim (Von (Autor)) ist Professor für Staats- und Verwaltungsrecht, Europarecht und Völkerrecht in Tübingen. Stefan Thomas (Von (Autor)) ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Wettbewerbs- und Versicherungsrecht an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Weitere Details
Erschienen: 13.04.2011
Umfang: 190 S.
Sprache: Deutsch
Einband: LN
Format: 1.7 x 23.7 x 16.3 cm
ISBN/EAN: 9783161508547
Umbreit-Nr.: 1840800
