Islamische Geschichte in jüdischen Chroniken
Hebräische Historiographie des 16.und 17.Jahrhunderts, Texts and Studies in Medieval and Early Modern Judaism
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Zusatztext
Das moderne, christliche Bild des Islam als kriegerische Religion hat eine seiner Wurzeln in der 'Türkenliteratur' der frühen Neuzeit. Während die christliche Geschichtsschreibung über den Islam bereits erforscht ist, legt Martin Jacobs hier die erste Untersuchung vergleichbarer jüdischer Literatur des 16. und 17. Jahrhunderts vor. Im Mittelpunkt dieser Studie stehen die hebräischen Chroniken von Eliyahu Capsali, Yosef ha-Kohen und Yosef Sambari, welche eine detaillierte Darstellung islamischer Geschichte von Muhammad bis zu den osmanischen Sultanen bieten. Zwei der genannten Autoren lebten im italienischen Kulturraum und neigten zur Idealisierung muslimischer Herrscher. Die dritte, aus dem Osmanischen Reich stammende Chronik schlägt hingegen polemische Töne gegenüber dem Islam an. In diesem Zusammenhang erörtert Martin Jacobs die von den jüdischen Chronisten gebrauchten Quellen, die teils christlichen, teils islamischen Ursprungs sind. Darüber hinaus diskutiert er die Frage, ob die genannten Werke einen Neuanfang in der jüdischen Historiographie darstellen oder das mittelalterliche Erbe fortsetzen.
Autorenportrait
Herbert Roth (Bearbeitet von) lehrte von 1987 bis 2016 Zivilprozessrecht und Bürgerliches Recht an den Universitäten Heidelberg, Münster und Regensburg. Paul Oberhammer (Bearbeitet von) Inhaber des Lehrstuhls für Schweizerisches und Internationales Zivilprozess-, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht sowie Privat- und Wirtschaftsrecht an der Universität Zürich. Wolfgang Münzberg (Bearbeitet von) Professor Emeritus für Bürgerliches Recht und Prozessrecht an der Juristischen Fakultät Tübingen. Dieter Leipold (Bearbeitet von) Geboren 1939; Promotion und Habilitation an der Juristischen Fakultät der Universität München; emeritierter Professor für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht an der Universität Freiburg; Ehrendoktor der Städtischen Universität Osaka (Japan) und der Demokritos Universität Thrazien (Griechenland). Wolfgang Grunsky (Bearbeitet von) (19362023) Professor für Bürgerliches Recht, Zivilprozeßrecht und Arbeitsrecht an der Universität Bielefeld. Reinhard Bork (Bearbeitet von) Geboren 1956; 1982 Zweites Juristisches Staatsexamen; 1984 Promotion; 1988 Habilitation; 1989 Berufung an die Universität Bonn; 1990-2022 Inhaber des Lehrstuhls für Zivilprozess- und Allgemeines Prozessrecht der Universität Hamburg; Visiting Professor an der Radboud University Nijmegen/NL; Senior Research Fellow am Commercial Law Centre, Harris Manchester College, Universität Oxford/UK. Gerhard Wagner (Bearbeitet von) Born 1962; holds the Chair for Private Law, Business Law and Law and Economics at Humboldt University of Berlin. Stein (Von (Autor)) Friedrich Wilhelm Victor Albert Stein (1859-1923) Studium der Rechtswissenschaften in Breslau, Berlin und Tübingen; 1882 Promotion an der Universität Leipzig; 1887 Habilitation an der Universität Leipzig; 1890-1923 Professuren für Zivilrecht und Prozessrecht sowie Strafrecht und Prozessrecht an den Universitäten Halle und Leipzig; Bearbeiter des von Friedrich Ludwig Gaupp begründeten ZPO-Kommentars (4.-11. A.) sowie Autor mehrerer Monographien bei Mohr Siebeck, vormals J.C.B Mohr (Paul Siebeck).
Weitere Details
Erschienen: 22.03.2004
Umfang: 342 S.
Sprache: Deutsch
Einband: LN
Format: 2.5 x 23.5 x 16.3 cm
ISBN/EAN: 9783161481567
Umbreit-Nr.: 676336
