Spätmittelalterliche Frömmigkeit zwischen Ideal und Praxis
Spätmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism, and the Reformation
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Zusatztext
Frömmigkeit bedeutet die angestrebte und realisierte Verwirklichung von Religion im konkreten Lebensvollzug durch eine bestimmte Lebensgestaltung. Sechs Wissenschaftler zeigen aus unterschiedlichen Perspektiven, wie vielfältig die Wechselbeziehung zwischen Frömmigkeitsidealen und der Frömmigkeitspraxis im Zeitraum von 1350 bis 1520 war. Dabei werden folgende Muster deutlich: Ideale drängen zur Praxis, die Praxis verändert die Ideale, Ideale gestalten die Praxis und die Praxis läßt Ideale scheitern. Wenn religiöser Gestaltungswille auf Widerstände stößt und damit scheitert, dann liegt das nicht an einem krisenhaften Frömmigkeitsverfall vor der Reformation, sondern an der Art der geistlichen Ideale oder Reformziele inmitten einer sich verändernden Zeit und eines sich verändernden menschlichen Erfahrungshorizonts.
Autorenportrait
Berndt Hamm (Herausgegeben von) Geboren 1945; Studium der Ev. Theologie in Heidelberg und Tübingen; 1975 Promotion; 1981 Habilitation in Tübingen; 1984-2011 Professor an der Universität Erlangen; seitdem im Ruhestand. Thomas Lentes (Herausgegeben von) Geboren 1962; z. Zt. Oberassistent und Forschungsleiter der VW-Nachwuchsgruppe 'Kulturgeschichte und Theologie des Bildes im Christentum' an der Universität Münster.
Weitere Details
Erschienen: 09.10.2000
Umfang: 222 S.
Sprache: Deutsch
Einband: LN
Format: 2 x 24.5 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783161474149
Umbreit-Nr.: 125726
