Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1995
Andreas Wirsching/Stefan Creuzberger/Hélène Miard-Delacroix u a
€189.95
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Nach dem Massaker von Srebrenica gelang durch das Dayton-Abkommen ein Ende der Kriege im ehemaligen Jugoslawien. Die Beziehungen zu Russland waren durch Unsicherheit über den Fortgang der Reformen, den Tschetschenienkrieg und die Diskussion um eine NATO-Erweiterung zunehmend belastet. Auf EU-Ebene konzentrierte sich Bonn auf die Konkretisierung der Wirtschafts- und Währungsunion durch die Einführung der gemeinsamen Währung, abgesichert durch die Idee eines Stabilitätspakts, sowie auf Überlegungen zur künftigen Vertiefung und Erweiterung. In den VN warb Deutschland für einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts stellte sich die Frage nach Bundeswehreinsätzen bei internationalen Friedensmissionen. Umweltfragen wie die erste Weltklimakonferenz in Berlin rückten in den Fokus. Sorgen vor Proliferation, aber auch Frankreichs wiederaufgenommenen Nuklearversuchen bestimmten die Politik. Es stellten sich Fragen von Wiedergutmachung für jüdische Opfer des Nationalsozialismus sowie Reparationsansprüche Griechenlands und der Herero in Namibia. Neben Engagement zur Stabilisierung afrikanischer Konfliktgesellschaften rückte im Zeichen der Globalisierung Asien verstärkt ins Blickfeld der Politik.
Autorenportrait
Daniela Taschler, Tim Geiger und Sophie Lange, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
Weitere Details
Erschienen: 01.06.2026
Umfang: CIV, 1906 S., 28 Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: LN
ISBN/EAN: 9783112255582
Umbreit-Nr.: 783363
