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Heterotopie als Textverfahren

Cover von Heterotopie als Textverfahren

Erzählter Raum in Romantik und Realismus, Studien zur deutschen Literatur 213

Tetzlaff, Stefan

De Gruyter GmbH

29.95

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Beim Verlag bestellbar. Führen wir nicht bzw. nicht mehr

Zusatztext

Im Zuge des Spatial Turn entwickelt insbesondere das Konzept der Heterotopie nach Michel Foucault literaturwissenschaftliche Prominenz. Der motivische Ausweis solcher anderen Räume jedoch bleibt dabei hinter einer tatsächlichen Übertragung in das literaturwissenschaftliche Paradigma der Textualität zurück. Dementsprechend beschreibt das vorliegende Modell die Heterotopie im Anschluss an Roman Jakobsons Zwei-Achsen-Theorie (1) als epochenübergreifendes Verfahren einer paradigmatischen Abweichung, um (2) epochenspezifische Variationen am Beispiel romantisch-metaphorischer respektive realistisch-metonymischer Raumlogiken zu erfassen. Vor diesem Kontrast erweist sich die Heterotopie in ihren jeweiligen Ausprägungen zugleich als Reflexionsraum, der die Parameter des Textes aufzeigt, innerhalb dessen er entworfen wird. Die Modellierung anderer Räume als epochenübergreifendes Textverfahren präzisiert damit zum einen den so ubiquitär wie dehnbar verwendeten Heterotopiebegriff und führt diesen einer trennscharfen Anwendbarkeit zu. Zum anderen stellt der Blick auf Heterotopien vice versa die jeweilige Erzähllogik heraus, in deren Rahmen der erzählte Raum motivunabhängig als anderer Raum konstruiert ist.

Autorenportrait

Stefan Tetzlaff, Universität Münster.

Weitere Details

Erschienen: 11.06.2018

Umfang: VIII, 284 S., 18 s/w Illustr., 2 farbige Illustr.,

Sprache: Deutsch

Einband: PB

ISBN/EAN: 9783110610499

Umbreit-Nr.: 5110038

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