Spekulation als Poesie
Ästhetische Reflexion und literarische Darstellung bei Schiller und Hölderlin, spectrum Literaturwissenschaft/spectrum Literature 49, spectrum Literaturwissenschaft / spectrum Literature 49
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Zusatztext
Schiller und Hölderlin gehören um 1800 zu einer Gruppe von Autoren, die ihre literarästhetische Position in Abgrenzung zur zeitgenössischen Philosophie bestimmen. Sie grenzen die ästhetische Erfahrung vom theoretischen Zugriff der Philosophie ab und rücken die Fähigkeit der Dichtung, abstraktes Denken darstellen zu können, in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Die Überzeugung, Kunst und insbesondere Literatur könne aufgrund ihrer Darstellungsqualität eindringlicher auf den Rezipienten wirken als abstrakte Argumentation, hat Konsequenzen für die Auswahl der dargestellten Themen, die formale Gestaltung der literarischen Texte und die Aneignung von Gattungstraditionen. Ausgehend von einer vergleichbaren Argumentationsfigur wenden Schiller und Hölderlin unterschiedliche Mittel an, um spekulative Gedankengebäude in literarische Sprachformen zu übersetzen. Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die leitenden theoretischen Positionen beider Autoren und untersucht anhand exemplarischer literarischer Beispiele - Schillers Die Jungfrau von Orleans und Hölderlins Elegien - den Zusammenhang zwischen ästhetischer Reflexion und literarischer Darstellung.
Autorenportrait
Christine Rühling, Landesbibliothek Oldenburg.
Weitere Details
Erschienen: 19.01.2015
Umfang: IX, 425 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3 x 23.5 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783110371901
Umbreit-Nr.: 7280810
