Ein Irokese am Genfersee
Eine wahre Geschichte
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Zusatztext
Die Abenteuer von Winnetou dem Indianer hatten Ursula Haldimanns Kindheit geprägt. Als sie Jahre später bei einem Antiquar ein Foto entdeckt, ist die alte Magie wieder da: Das Bild, aufgenommen in der Schweiz, zeigt einen Häuptling in prachtvoller Montur und Federschmuck. Er ist keinem Roman von Karl May entsprungen, es hat ihn wirklich gegeben, den Irokesen Deskaheh aus dem Land am Grand River. Im September 1923 reist er nach Europa. Denn Kanada, der Staat der Weißen, ist dabei, das Land der Irokesen zu besetzen. Der Häuptling will sich mit einem 'Appell der Rothäute' an den Völkerbund in Genf wenden und in der freiheitsliebenden Schweiz fur die Sache der Indianer werben. Zumindest Letzteres gelingt, die Schweizer liegen dem charismatischen Mann zu Fußen. Der Zutritt zum Völkerbund aber wird ihm verwehrt. Doch Deskaheh lässt sich nicht beirren - dann wird er krank. Sehr krank. 1925 stirbt er. Kriminalroman und Politthriller, Reportage und literarische Parabel: Willi Wottreng zieht alle Register.
Autorenportrait
Willi Wottreng, geboren 1948, ist Historiker, Journalist, Sachbuchautor und Romancier. In den legendären Jahren nach 1968 profilierte er sich als einer der fu¨hrenden Aktivisten in der Zu¨rcher Studentenbewegung. Später wirkte er als Redaktor von Weltwoche und NZZ am Sonntag und wurde bekannt durch seine Nachrufe, die als fein gedrechselte Miniaturen die Leserschaft begeisterten. Willi Wottrengs Sachbu¨cher sind allesamt Auseinandersetzungen mit bru¨chigen Biografien von Menschen am Rand der Gesellschaft.
Weitere Details
Erschienen: 31.08.2018
Umfang: 198 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2 x 19.2 x 13.7 cm
ISBN/EAN: 9783037620731
Umbreit-Nr.: 5208083
