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Familiäre Fursorge aushandeln

Cover von Familiäre Fursorge aushandeln

Private und staatliche Akteur:innen in der Pflegekinderbetreuung im Kanton Bern (1880-2020)

Michèle Amacker/Tanja Rietmann

Chronos Verlag

38.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Fürsorge ist ein dynamischer gesellschaftlicher Bereich, der fortlaufend neu ausgehandelt wird. Das Buch blickt auf mehr als ein Jahrhundert Kinder- und Jugendfürsorge im Kanton Bern zurück. Es zeigt, wie staatliche und private Akteur:innen seit dem 19. Jahrhundert im Pflege­kinderbereich tätig sind, welche Machtverhältnisse dabei zum Ausdruck kommen und welche Vorstellungen von Familie, Geschlecht und sozialer Verantwortung die Praxis bis heute prägen. Der Band vereint acht Beiträge zur Entwicklung der Pflege­familienunterbringung von 1880 bis 2020. Grundlage der ­Analysen sind schriftliche und mündliche Quellen. Die ­Autor:innen arbeiten mit dem Konzept der mixed economy of welfare und untersuchen ausgewählte Themenfelder aus historischer und soziologischer Perspektive - von der privaten stadtbernischen Gotthelfstiftung, die im 19. und 20. Jahrhundert als sogenannter 'Kinderversorgungsverein' agierte, bis hin zur heutigen Tätigkeit von Pflegeeltern. Dabei werden wiederkehrende Missstände und Problem­lagen im Kindesschutz sichtbar. Die Beiträge zeigen, dass diese auch das Ergebnis sind von politischen Entscheiden und Prioritätensetzungen, die sich an traditionellen Vorstellungen von Familie und der Idee eines schlanken Staates ­orientieren. So sind etwa bis heute unterstützende Rahmenbedingungen im Pflege­kinderbereich unzureichend finanziert.

Weitere Details

Erschienen: 06.03.2026

Umfang: 312 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

ISBN/EAN: 9783034018395

Umbreit-Nr.: 8867263

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